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Prof. Dr. Joachim Christl, Michaela Schäfers


Fremd- und Selbstwahrnehmung im Fremdsprachenunterricht

Am Aktionstag am 31.05.2017 werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des fachdidaktischen Hauptseminars „Lehrwerkanalyse und Lehrwerkkritik (Französisch, Italienisch, Spanisch)“ (Dozentin: M. Schäfers) mit dem Thema „Fremd- und Selbstwahrnehmung im Fremdsprachenunterricht“ beschäftigen.

Zu Beginn der Seminarsitzung werden wir uns mit Fragen nach der Abhängigkeit der Wahrnehmung vom Standpunkt des Betrachters und der – mitunter oberflächlichen – Wahrnehmung des „Fremden“ beschäftigen und versuchen, die stattfindenden Prozesse modellhaft zu erläutern.

Im Mittelpunkt der Seminarsitzung wird dann die Analyse ausgewählter Lehrwerke aus der Vergangenheit und Gegenwart des Fremdsprachenunterrichts in den romanischen Sprachen stehen: Zunächst sollen beispielhafte Darstellungen der „fremden“ und „eigenen“ Kultur erfasst, beschrieben und verglichen werden, bevor anschließend die Frage diskutiert wird, inwiefern diese Darstellungen einen differenzierten Umgang mit kultureller Vielfalt möglich machen oder aber zu Ab- und Ausgrenzung führen.

In diesem Zusammenhang werden auch Fragen erörtert werden wie: Was sind Stereotype (Hetero- und Autostereotype)? Wie entstehen sie und welche Funktion erfüllen sie im Kontext des interkulturellen Zusammenlebens? Wie kann und soll in Lehrwerken mit stereotypen Darstellungen umgegangen werden?

Die Seminarsitzung wird an diesem Tag so allgemein und sprachübergreifend konzipiert sein, dass die grundlegenden Inhalte und Diskussionen nicht auf die romanischen (Fremd-)Sprachen Französisch/Italienisch/Spanisch beschränkt bleiben, sondern auf einen weiter gefassten Kontext interkultureller Begegnung übertragbar sind. Kenntnisse in einer der genannten romanischen Sprachen sind daher zwar von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

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